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Das folgende Dokument wurde an einer Sitzung der Führung der International Marxist Tendency (IMT) Anfangs Januar, für die Diskussion am Weltkongress der IMT im Sommer 2023 verabschiedet. Darin werden die wichtigsten Entwicklung in der Weltpolitik und des Klassenkampfes in der Periode des Todeskampfs des Kapitalismus erläutert.

In diesem Artikel stellt Alan Woods eine für Revolutionäre äusserst bedeutsame Frage: Wenn der Kapitalismus sich in seinem Niedergang befindet, wieso wurde dieses System noch nicht gestürzt? Bei der Beantwortung dieser Frage untersucht er die Gesetze, die Revolutionen und die Entwicklung des Bewusstseins bestimmen, und die entscheidende Rolle, die der subjektive Faktor der revolutionären Führung in diesem Prozess spielt.

Am Dienstag, den 28. März, fand ein weiterer Aktionstag statt, gegen die faule und verkommene Macron-Regierung, die letzte Woche eine Erhöhung des Renteneintrittsalters durchgesetzt hatte. Nach wie vor bleibt der Kampf stark, wie die Millionen Menschen auf den Straßen beweisen. Für einen Sieg der Arbeiter und der Jugend in diesem Kampf gegen Macron, werden die alten, bankrotten Methoden der Gewerkschaftsführung nicht ausreichen. Unsere französischen Genossen von Révolution ziehen eine Bilanz (veröffentlicht am 29. März) der letzten Mobilisierung und weisen den Weg für die Zukunft.

Griechenland wurde am 28. Februar von dem tödlichsten Zugunglück in der Geschichte des Landes erschüttert. Die Nachlässigkeit der Regierung und der privaten Bahnbetreiber sind für diese Tragödie verantwortlich, die eine enorme Protestwelle mit mehreren Streiks nach sich zieht. Eine Analyse von Stamatis Karagiannopoulos von der griechischen Sektion der IMT.

Seit Beginn des Jahres wird so viel gestreikt, wie schon lange nicht mehr in Deutschland. Zu Beginn bei der Post, danach im öffentlichen Dienst und nun bei der Deutschen Bahn. Grund hierfür ist die offensichtliche Wirtschaftskrise, massiv angestiegene Preise in allen Bereichen und die Reallohneinbußen der letzten Jahre. Jetzt soll am 27.03. ein großer Streik bei Bus, Bahn, Autobahn und Flughäfen von ver.di und EVG organisiert werden.

Die älteste und «schweizerischste» Bank ist tot. Die Übernahme der Credit Suisse durch die UBS entblösst die massive Instabilität des globalen Finanzmarkts. Es ist Ausdruck der Fäulnis des gesamten kapitalistischen Systems. Wie immer, wenn sich die Banker verzocken, muss die Arbeiterklasse bezahlen.

Nach Jahrzehnten niedriger Inflation und Zinsraten am Tiefstpunkt sehen sich die Volkswirtschaften auf der ganzen Welt mit einem Gespenst konfrontiert, das seit den 1970er-Jahren ungesehen war: steigende Inflationsraten kombiniert mit einer drohenden Rezession. Es ist klar, dass wir in eine neue Phase der weltweiten Krise des Kapitalismus eingetreten sind, die die Kapitalstrategen nicht in der Lage zu erklären sind. In diesem Artikel stellt Adam Booth von der Internationalen Marxistischen Tendenz in Großbritannien die Frage: Welche Faktoren und Zusammenhänge stecken hinter der gegenwärtigen Krise des Weltkapitalismus? Was verursacht die Inflation tatsächlich? Und welche Auswirkungen hat

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Joseph Dietzgen sagte einmal, die offizielle Philosophie sei keine Wissenschaft, sondern ein Schutzwall gegen den Sozialismus. Er hatte ganz recht. Egal wie entrüstet sie es leugnen mögen, sind die Berufsphilosophen von den Verteidigern des Status quo als Verbündete im Kampf gegen den Marxismus angeworben worden.

Hundertausende Jahre lebten die Menschen ganz ohne Privateigentum, Klassen, Staaten oder irgendwelche anderen Elemente der Klassengesellschaft. Dennoch will man uns glauben lassen, dass die Aufteilung in Klassen die allgemeingültige Verfassung menschlicher Existenz ist. Josh Holroyd und Laurie O´Connel erklären in diesem Artikel, dass die moderne Archäologie eine Fülle an Beweismaterial hervorbrachte, welches bestätigt, dass die Entstehung der Klassengesellschaft eine relativ neue Entwicklung der Menschheitsgeschichte ist. Und genauso wie sie ab einem gewissen Punkt entstanden ist, verstehen wir als Marxisten, dass sie letzten Endes auch wieder untergehen muss.

Am 24. Februar 2022 rollten russische Panzer über die Grenze in die Ukraine. Der Jahrestag dieses Ereignisses ist nicht unbemerkt verstrichen. In der Tat hat er viele Stunden im Fernsehen und ebenso viele Spalten in den Seiten der Presse in Anspruch genommen.

Der Beginn der russischen Militärinvasion in der Ukraine jährte sich am 24. Februar zum ersten Mal. Das Abenteuer des Putin-Regimes – angedacht als schnelle Operation – an dessen Ende ein großer politischer Erfolg stehen sollte, hat sich zu einem langwierigen, kräftezehrenden Krieg entwickelt, der sogar den Fortbestand des Regimes in Frage stellen könnte.

Im Mai 2022 sagte der CEO von BlackRock, dass „die russische Invasion in der Ukraine der Globalisierung, die wir in den letzten drei Jahrzehnten erlebt haben, ein Ende gesetzt hat“. Er hat zweifelsohne Recht. Der Krieg in der Ukraine hat die seit jeher brodelnden Konflikte zwischen den Großmächten auf die Spitze getrieben.

Am Samstag, den 26. November, wurde in Rom zu einer landesweiten Demonstration anlässlich des Internationalen Tages für die Beseitigung von Gewalt gegen Frauen aufgerufen. An der Demonstration nahmen höchstens 10.000 Personen teil, weit weniger als die 100.000 oder mehr in den Jahren zuvor.

Seit der Amtsenthebung des peruanischen Präsidenten Pedro Castillo durch den Kongress am 7. Dezember haben sich die Arbeiter und Bauern in immer größerer Zahl mobilisiert. In einigen Regionen haben diese Mobilisierungen aufständische Ausmaße angenommen. Die Massen sehen deutlich, dass es sich um einen Putsch handelt, hinter dem die kapitalistische Oligarchie und der US-Imperialismus stehen. Nachfolgend veröffentlichen wir den Text eines Flugblattes, das derzeit in dieser Massenbewegung von den Genossen der Internationalen Marxistischen Tendenz (IMT) in Peru verteilt wird.

Nur einen Monat nach dem pompösen 20. Kongress der kommunistischen Partei Chinas (KPCh), hat die Wut von unten durch die Oberfläche geschlagen. Letzte Woche gab es in der Foxconn-Fabrik in Zhengzhou gewaltsame Zusammenstösse zwischen Arbeiter und der Polizei nach Lohndiebstahl durch das Management.

In den letzten Stunden hat sich die politische Krise in Peru verschärft. Präsident Castillo ordnete die Schließung des Kongresses an, wurde jedoch umgehend von der Polizei verhaftet. Der Kongress stimmte für ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn und ernannte seine Vizepräsidentin zur neuen Präsidentin. Was bedeutet das für uns? 

In der gesamten Technologiebranche kommt es zu Massenentlassungen, auch bei Online-Giganten wie Twitter und Facebook. Das bedeutet Ärger für Investoren, Nutzer und Mitarbeiter. Es ist an der Zeit, die Technikunternehmen zu verstaatlichen und sie unter die Kontrolle der Arbeiter zu bringen!

In der bürgerlichen Demokratie liefern Wahlen eine zwar unvollständige, aber durchaus erhellende Momentaufnahme der gesellschaftlichen Stimmung zu einem bestimmten Zeitpunkt. Vor dem Hintergrund zunehmender Instabilität und Polarisierung finden dabei an der Wahlurne die gegenläufigen Tendenzen im Massenbewusstsein einen (wenn auch verzerrten) Ausdruck. Eine Analyse der Midterm Elections (Zwischenwahlen zum US-Kongress) von unseren amerikanischen Genossen John Peterson und Tom Trottier vom 11. November.

Am Sonntag, den 13. November, gingen Hunderttausende Menschen in Madrid auf die Straße. Sie protestierten gegen die kriminelle Gesundheitspolitik der rechtsgerichteten Madrider Regionalregierung von Isabel Díaz Ayuso. Sie wollen das öffentliche Gesundheitswesen verteidigen. Ayuso, deren kolossale Arroganz ihrer Ignoranz und Idiotie entspricht, sieht allmählich ihren Rückhalt in der Bevölkerung schwinden, sogar in den bürgerlichen Kreisen, die sie bisher unterstützten. Es bedarf eines letzten Anstoßes, um sie zu Fall zu bringen.